Kleine Wiederkäuer sind ein großes Thema!


Haltung behornter Ziegen und Enthornung

Gemäß Anlage 4 der 1. Tierhalteverordnung ist eine Enthornung von Kitzen, die für die Haltung in einem überwiegend auf Milchproduktion ausgerichteten Betrieb bestimmt sind, bis zu einem Alter von vier Wochen zugelassen, wenn der Eingriff von einem Tierarzt nach wirksamer Betäubung durchgeführt wird. Der ÖTGD hat sich an umfangreichen Arbeiten beteiligt, die dem Gesetzgeber zur weiteren Beurteilung der Enthornungsproblematik zur Verfügung gestellt wurden. Ein Ergebnis sind die neuen Betriebserhebungsprotokolle für Ziegen unter Berücksichtigung von tierbezogenen Indikatoren. In einer Arbeitsgruppe des BMG wurde auch eine Matrix erarbeitet, die das Thema "Ziegenkitzenthornung" umfassend darstellt.

Matrix Ziegenenthornung

Haltung von Ziegen im Laufstall

Tierschutz: Eingriffe bei Schafen und Ziegen


Schafweideprojekt am Hauser Kaibling 2015

Im Almsommer 2015 wurde mit dem Steirischen Schaf- und Ziegenzuchtverband sowie mit den auftreibenden Schafbauern und deren Betreuungstierärzten versucht, einen Überblick über die Verwurmung bei den über 700 Schafen zu bekommen. Im Projekt wurden - ähnlich wie beim Milchschafprojekt 2012 - Kotuntersuchungen und Behandlungen von der Dissertantin Mag. Julia Schoiswohl mit den Betreuungstierärzten durchgeführt. Nach dem Abtrieb im Herbst wurde der Erfolg gemessen und die Daten bei einem Treffen am 23.10 ausgewertet und interpretiert. Davon erwarten wir uns grundsätzlich neue Wege im Umgang mit der Parasitenproblematik und förderten das Projekt mit über € 20.000.-!

Inzwischen sind mehrere Publikationen mit den Ergebnissen veröffentlicht worden:

BMTW Heft 11/12 (2017) 494-500

Journ. Pharmacy Pharmacol. 5 (201) 109-117

Landwirtschaftl. Tagebuch 2017

Schafe und Ziegen aktuell, Mai 2016

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Beim Almlammfest am 26.7.2015 konnten darüber viele Diskussionen geführt und gute Eindrücke gewonnen werden (Im Bild: Betreuungstierarzt Klaus Mösenbacher mit der Schäferin Svenia Paul, Schlussbesprechung am 23.10. mit Mag. Schoiswohl; Fotos: Bauer):


Parasiten: Geisel bei Schafen und Ziegen!

Der TGD befasst sich in den letzten Jahren intensiv mit der Parasitenproblematik bei Schafen und Ziegen. Dazu wurde in Analogie mit dem ÖTGD-Programm ein landesweites Projekt mit der Vetmeduni Wien durchgeführt, dessen Ergebnisse inzwischen auch publiziert wurden. Darin wurde insbesonders die Diagnostik forciert, um nach deren Ergebnissen konkrete Behandlungsstrategien auf Betriebsebene ableiten zu können bzw. Resistenzentwicklungen zu verhindern. Als Ergebnis werden die Kotuntersuchungen über den neuen Leistungskatalog gefördert.

Übersicht Parasiten

Untersuchungsantrag

Arzneimittelliste für Schafe und Ziegen


Farmwild ist eine alternative Haltungsform!

Die Farmwildhaltung ist ein aufsteigender Betriebszweig zur extensive Grünlandpflege mit den höchsten Teilnehmerzahlen in der Steiermark. In der Praxis spielen Parasiten eine große Rolle im Gesundheitsgeschehen und werden systematisch bekämpft. Dabei arbeitet der TGD eng mit dem Verband landwirtschaftlicher Wildtierhalter zusammen.

Farmwildstatistik (Stand 2014)

Ablaufschema Parasitenbekämpfung

Verbot der Arzneimittelanwendung bei freilebendem Wild 

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