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Kälbersterblichkeit: Neue Zahlen – jetzt im AHDS einsehbar

Die aktuellen Kennzahlen zur Kälbersterblichkeit stehen ab sofort im Animal Health Data Service (AHDS) zur Verfügung.

Betriebe haben nun die Möglichkeit, über ihren persönlichen AHDS-Zugang detaillierte Auswertungen zur Kälbersterblichkeit einzusehen. Die Daten basieren auf den jeweils letzten Kalenderjahren und ermöglichen eine fundierte Einschätzung der betrieblichen Situation.

Neben der Darstellung der eigenen Kennzahlen bietet das System auch einen direkten Vergleich mit den Vorjahren. Dadurch können Entwicklungen im Betrieb rasch erkannt und bewertet werden.

Ein besonderer Mehrwert liegt im österreichweiten Vergleich:

Mithilfe einer übersichtlichen Skala wird ersichtlich, ob sich der eigene Betrieb im unauffälligen Bereich befindet oder erhöhte Werte vorliegen. Ein schwarzer Punkt zeigt dabei die konkrete Position des Betriebs im Vergleich zu anderen österreichischen Betrieben.

Diese Auswertungen bieten eine wertvolle Grundlage, um mögliche Handlungsfelder frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Tiergesundheit zu setzen.

Der Einstieg erfolgt über den AHDS-Zugang unter: AHDS Login

Webinaraufzeichnung: Animal Health Data Service (AHDS)

Am Montag, den 09.03.2026, veranstaltete die Tiergesundheit Österreich ein Webinar mit dem Titel: „Animal Health Data Service“. Das Video kann auf YouTube angesehen werden:

Impfempfehlung zur Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit wurde in Österreich im vergangenen Jahr mit mehreren Serotypen nachgewiesen. Auch für 2026 ist mit weiteren Fällen zu rechnen.

Zum Schutz vor schweren Krankheitsverläufen wird die Impfung für empfängliche Tierarten empfohlen.

Betroffen sind insbesondere:

  • Rinder
  • Schafe
  • Ziegen
  • Neuweltkameliden

Tierhalterinnen und Tierhaltern wird empfohlen, den Impfstatus ihrer Tiere zu prüfen und die weitere Vorgangsweise mit ihrem Betreuungstierarzt bzw. ihrer Betreuungstierärztin abzustimmen.

Die vollständige Impfempfehlung mit detaillierten Informationen zu Impfstoffen und Anwendung finden Sie im folgenden Dokument:

Hinweis: Titelbild = Symbolbild, KI-generiert

Titelbild ENSURE

COMET-Projekt ENSURE: TGD als offizieller Partner

Projektvorstellung und Bericht über das Kick-Off Treffen

Die Partner des COMET-Projekt ENSURE beim Kick-Off Treffen in WIen

PROJEKTVORSTELLUNG

Das COMET-Projekt ENSURE ist ein Forschungsprojekt zur nachhaltigen, resilienten und effizienten Weiterentwicklung der österreichischen Rinderhaltung. 48 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln dafür datenbasierte Lösungen für Zucht, Fütterung, Tierwohl und Klimaanpassung.

KICK-OFF TREFFEN

Am 26.11.2025 fiel an der BOKU Wien der offizielle Startschuss für das Forschungsprojekt ENSURE mit rund 70 Teilnehmenden. Die Partner stellten die Schwerpunkte der acht Teilprojekte vor und starteten die gemeinsame Forschungsarbeit

TGD ALS PARTNER

Der Tiergesundheitsdienst bringt seine praxisnahe Expertise zur Tiergesundheit ins Projekt ENSURE ein – vor allem bei Prävention, Monitoring und Management von Tierkrankheiten. Damit unterstützt er die Entwicklung praxis­tauglicher Lösungen für gesunde, leistungsfähige und nachhaltige Betriebe.

Für die Zukunft bedeutet das viele spannende Einblicke und auch die Möglichkeit, als TGD-Teilnehmer:in am Projekt teilzunehmen. Laufende Updates dazu erhalten Sie regelmäßig über WhatsApp und Instagram. Zum Projekt selbst geht es hier: www.ensure-comet.com

Titelbild BTV

Blauzungenkrankheit – Update zur Seuchensituation in Österreich und Impfempfehlung

Die Blauzungenkrankheit breitet sich auch in Österreich seit August 2025 (wir berichteten in unserem Newsletter) immer weiter aus. Am 15.09.2025 veröffentlichte die AGES die aktuellen Fallzahlen:

Österreichkarte der aktuellen Fallzahlen der Blauzungenkrankheit

Um der weiteren Verbreitung entgegenzuwirken hat das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) in Zusammenarbeit mit der AGES folgende Impfempfehlung veröffentlicht: Impfempfehlung

Zusätzlich können folgende Maßnahmen durch Tierhalter:innen getroffen werden, um die Verbreitung der Blauzungenkrankheit zu verlangsamen:

  • Insektenabwehrmittel (Repellentien)
  • Tiere aufstallen
  • Nachtweide vermeiden

Weitere Informationen und Updates zur Blauzungenkrankheit erhalten Sie regelmäßig über die Webseiten der AGES und KVG sowie über unsere Social-Media Kanäle.

AHDS: Betriebsindividuelle Berichte

Über den Animal Health Data Service (AHDS) der AGES können Landwirt:innen und Tierärzt:innen ihre individuellen Antibiotikaverbrauchszahlen einsehen. Die Grundlage bilden Meldungen zu abgegebenen Antibiotikamengen sowie Daten aus der Schlachttier- und Fleischuntersuchung – ein informatives Benchmarkingsystem ermöglicht den Vergleich mit anderen Betrieben. Derzeit ist das System nur für Schweine- und Rinderbetriebe verfügbar. Berichte für andere Tierarten sind geplant.

Login im AHDS
Quelle: AGES – AHDS

Seuchenupdate: Weitere Fälle der Lumpy Skin Disease in Sardinien und Ost-Frankreich – Österreich reagiert mit strengeren Maßnahmen für Einfuhren aus betroffenen Gebieten

Wie bereits vergangene Woche berichtet, ist die Lumpy Skin Disease (LSD), eine anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Rindern, in mehreren Regionen Italiens und im Osten Frankreichs aufgetreten. Inzwischen wurden von den zuständigen Behörden beider Staaten weitere Fälle bestätigt. Damit verschärft sich die Seuchenlage, und auch Österreich reagiert entsprechend. Zum Schutz der eigenen Tierbestände wurden am 8. Juli 2025 mit der Kundmachung 2025/25 umfassende Präventionsmaßnahmen in Kraft gesetzt.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Risiko einer Einschleppung des Virus nach Österreich so gering wie möglich zu halten. Die neuen Vorgaben betreffen vor allem das Einbringen empfänglicher Tiere in Haltungsbetriebe, den Umgang mit solchen Tieren in Schlachtbetrieben sowie den Transport aus betroffenen Gebieten.

Bitte beachten Sie: Jeder Verdacht ist umgehend an die zuständige Behörde bzw. den/die Amtstierarzt/-ärztin zu melden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der KVG unter: Lumpy Skin Disease (LSD)

Quelle: AGES

Lumpy Skin Disease (LSD): Seuchenausbruch in Europa

Die Lumpy Skin Disease (LSD) ist eine anzeigepflichtige, hochansteckende Viruserkrankung, die Wiederkäuer, genau genommen Hausrind, Zebu, Bison und Wasserbüffel sowie in Gefangenschaft gehaltene Wildwiederkäuer, betrifft. Der Erreger ist das LSD-Virus. Für den Menschen besteht keine Gefahr – LSD ist nicht zoonotisch.

Die Lumpy Skin Disease äußert sich bei betroffenen Tieren u. a. durch folgende Symptome:

  • knotige Hautveränderungen (v. a. am Kopf, Hals, Schwanzbereich und Extremitäten)
  • hohes Fieber
  • geschwollene Lymphknoten
  • erhöhter Speichel- und Tränenfluss
  • Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Insekten und Milben (z. B. Stechmücken, Bremsen), aber auch durch direkten Kontakt, infiziertes Sperma, unbehandelte Tierhäute und Felle und deren Produkte (z. B. Jagdtrophäen), Rohfleischprodukte, Rohmilchprodukte und durch daraus gewonnenes Tierfutter inkl. Kolostrum möglich.

Am 21. Juni 2025 wurde ein LSD-Fall auf der italienischen Insel Sardinien bestätigt. Kurz darauf, am 25. Juni 2025, wurde in der Lombardei ein zweiter Fall festgestellt. Nun wurde am 29. Juni 2025 auch in Frankreich (Savoie-Region, Alpen) erstmals LSD in einem Rinderbestand nachgewiesen. Die französischen Behörden reagierten sofort mit einer Schutz- und Überwachungszone. Die Sperrzone reicht bis in die Schweiz.

In Österreich gibt es derzeit noch keine gemeldeten Fälle, jedoch beobachten die zuständigen Behörden die Lage genau.

Maßnahmen im Ernstfall:

  • Sperre des betroffenen Betriebes
  • Keulung aller empfänglichen Tiere im betroffenen Seuchenbetrieb
  • Unschädliche Beseitigung der Tierkadaver sowie Reinigung und Desinfektion
  • Etablierung einer Schutzzone (Mindestradius 20 km um den Seuchenbetrieb) und einer Überwachungszone (Mindestradius 50 km um den Seuchenbetrieb) und Untersuchung aller Betriebe mit empfänglichen Tieren in den Zonen
  • Handelsrestriktionen

Ziel aller Maßnahmen ist es, die Weiterverbreitung der Seuche zu.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

Über den weiteren Verlauf der Situation werden wir Sie sowohl hier im Blog, als auch über unsere Social-Media-Kanäle (WhatsApp, Instagram) auf dem Laufenden halten.

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie auch noch einmal auf unseren Blogpost zu den Themen Tiergesundheit und Biosicherheit aufmerksam machen.

Tiergesundheit und Biosicherheit in der Landwirtschaft – Videoreihe

Wie können Krankheiten bei Nutztieren frühzeitig erkannt werden? Und welche Maßnahmen helfen, den eigenen Betrieb vor Seucheneinträgen zu schützen? In dieser Videoreihe erhalten Sie praxisnahe Tipps und fachlich fundierte Infos zu Biosicherheit am landwirtschaftlichen Betrieb und Tiergesundheit bei Schweinen und Wiederkäuern.

Alle drei Videos im Überblick:

  1. Biosicherheit – Maßnahmen am landwirtschaftlichen Betrieb
    ➤ Wie verhindere ich die Einschleppung von Krankheitserregern?
    ➤ Was gehört zu einem effektiven Hygienekonzept?
  2. Gesundheitscheck – Krankheiten bei Wiederkäuern frühzeitig erkennen
    ➤ Woran erkenne ich Gesundheitsprobleme bei Rindern, Schafen oder Ziegen?
    ➤ Welche Vitalzeichen sind entscheidend?
  3. Gesundheitscheck – Krankheiten beim Schwein frühzeitig erkennen
    ➤ Wie lassen sich Symptome bei Schweinen frühzeitig deuten?
    ➤ Was kann ich im Stallalltag zur Tierbeobachtung verbessern?

Warum sich das Reinschauen lohnt:
✔️ Prävention statt teurer Behandlung
✔️ Erhöhte Tiergesundheit & reduzierte Ausfallzeiten
✔️ Verständlich erklärt – direkt aus der Praxis für die Praxis

QR-Code zum Video: Biosicherheit
QR-Code zum Video: Tiergesundheit bei Wiederkäuern
QR-Code zum Video: Tiergesundheit beim Schwein

Mehr Videos zu Tiergesundheit & Co. finden Sie auch unter Interessante Videos

Neues YouTube-Video: Modernes Fruchtsbarkeitsmanagement bei der Milchkuh

Gesunde Kühe, gute Fruchtbarkeit und nachhaltiger Erfolg im Stall – darum geht es in diesem praxisnahen Video des TGD Tirol in Zusammenarbeit mit dem LFI.


Die Tierärzte Dr. med. vet. Walter Peinhopf-Petz, Dr. med. vet. Harald Pothmann, Dr. Bettina Fasching und Landwirtin Annelies Zitzenbacher-Penz erklären, worauf es rund um die Besamung und Abkalbung wirklich ankommt: von der richtigen Vorbereitung über die Vermeidung typischer Erkrankungen bis hin zum gezielten Umgang mit Fruchtbarkeitsproblemen.


Ideal für alle, die moderne Milchviehhaltung aktiv und erfolgreich gestalten möchten!

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Für Tierärzt:innen: Workshop – Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerzmanagement für große und kleine WDK

Zu den Themen Anästhesie und Schmerzmanagement kann man sich von 18.-19. April in Kuchl bei Salzburg informieren. Im zweitägigen Workshop trainiert man seine Fähigkeiten auch gleich praktisch.

Programm Anästhesie WDK_April26

Für Tierärzt:innen: 16. ÖTT-Tagung

Tierschutz im Tierärztlichen Fokus beleuchtet die 16. ÖTT-Tagung am 7. Mai in Wien oder Online.

Programm OETT-Tagung