Ein herzliches Willkommen auf der Startseite des Steirischen Tiergesundheitsdienstes!

Von li: Obmann Christian Polz, Obmstv. VR Dr. Josef Elmer, GF Dr. Karl Bauer

 

 

Hier finden Sie aktuelle Informationen des Vereins von über 220 Betreuungstierärzten, über 6500 Tierhalter sowie für alle Interessierte, denen die Sicherung der Gesundheit der steirischen Nutztierbestände und die Qualität tierischer Lebensmittel ein Anliegen ist! Unsere Mitglieder sind die Landwirtschaftskammer Steiermark, die Tierärzte-kammer-Landesstelle Steiermark sowie das Land Steiermark. Betreuungstierärzte und landwirtschaftliche Nutztierhalter sind Teilnehmer im TGD. Basis der Teilnahme ist die Betriebsnummer (LFBIS), durch die der Betrieb definiert wird!

Info zu LFBIS-/Betriebsnummer

Info zur Datenschutzgrundverordnung

Ein aktuelles Video zum TGD sehen Sie hier!

ACHTUNG: TGD-ZUSCHÜSSE SIND DE-MINIMIS relevant!

Die vom TGD gewährten Förderungen für Tierhalter sind agrarische De-minimis-Beihilfen. Alle im laufenden und in den beiden vorangegangenen Jahren ausbe-zahlten De-minimis-Beihilfen sind gem. VO (EG) 1408/2013  vom 18.12.2013 der Förderstelle zu melden. Eine TGD-Förderung kann nur gewährt werden, wenn in den letzten drei Jahren der Betrag von € 15.000.- nicht überschritten wird. Der Tierhalter ist zur Meldung im Falle einer Überschreitung der Beitragsgrenze und zur Rückerstattung von agrarischen De-minimis-Beihilfen, die zu Unrecht bezogen wurden, verpflichtet!

Zur Bedeutung des Tiergesundheitsdienstes

Der Tiergesundheitsdienst besteht in der Steiermark schon fast vier Jahrzehnte. Im Laufe der Zeit wurden die Sparten Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe, Ziegen und Farmwild aufgebaut.  Erfreulich war die darauffolgende Entwicklung in ganz Österreich und die Zusammenarbeit aller anerkannten Gesundheitsdienste, deren oberste Instanz das Gesundheitsministerium ist. Tierärzten und Tierhalter arbeiten dabei spezielle Programme aus. Besondere Schwerpunkte liegen in der Hygiene und bei den vorbeugenden Maßnahmen, um Krankheiten gar nicht aufkommen zu lassen. Natürlich ist ein Fachwissen notwendig. Schulungen werden ständig sowohl bei den Tierärzten und Landwirten wahrgenommen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und den Veterinärbehörden gibt es auch Kontrollen bei den Landwirten und Tierärzten. Jegliche Behandlung und jeder Einsatz von Medikamenten muss dokumentiert werden um eine Nachvollziebarkeit zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt ist die Verwendung von Antibiotika. Für die Verwendung solcher Mittel ist ein Antibiogramm, also eine stallspezifische Keimdiagnose, eine Voraussetzung. In der Mast gibt es keinen generellen Antibiotikaeinsatz. In Österreich ist der Einsatz von antibiotischen Wachstumsförderern verboten. Außerdem wird jetzt der Gesamtverbrauch jedes Betriebes ausgewiesen. Selbstverständlich werden auch natürliche Mittel, wie zum Beispiel Kren bei Husten eingesetzt. Sollte ein Tier krank sein, stellt der Tierarzt eine Diagnose und beginnt mit der Behandlung. In die weitere Behandlung kann der Landwirt einbezogen werden. Der Tiergesundheitsdienst mit all den Mitwirkenden ist bemüht, beste Voraussetzungen zu schaffen, dass die Tiere gesund bleiben und dem Ziel, dass die daraus erzeugten Lebensmittel rückstandsfrei sind. Die Konsumenten können Vertrauen zu uns haben und mit Freude und Appetit ein Schnitzel oder einen Schweinsbraten essen und Milch trinken. Die österreichische Herkunft gibt dazu die bestmögliche Sicherheit!

Ökonomierat Josef Kowald, Gründungsobmann und Ehrenmitglied des Steirischen Tiergesundheitsdienstes 

(Weitere Infos unter Publikationen/Presseberichte)


Antibiotika-Rückmeldungen beim Schwein starten ab Herbst!

Alle hausapothekenführenden Tierärzte sind seit dem Jahr 2016 gesetzlich verpflichtet, die Jahresmengen der auf Ihren Betrieben abgegebenen Antibiotika bis zum 31. März des Folgejahres in eine Datenbank zu melden. Damit bekommt der Gesetzgeber eine Übersicht zu den Antibiotika Mengenströmen. Diese Daten können auch dazu genutzt werden, dem TGD-Tierhalter eine Übersicht zu geben, wie sich der Antibiotikaeinsatz auf seinem Betrieb über die Jahre entwickelt und wo er im Vergleich zu anderen Betrieben steht (Benchmark). Ebenso werden die antibiotischen Wirkstoffe nach ihrer Bedeutung für die Human- und Veterinärmedizin klassifiziert.

Auswertungen der „Antibiotika Abgabedaten für schweinehaltende Betriebe“

Der TGD dient als Drehscheibe für die Bereitstellung der Auswertungen. Weitere Vorgehensweise (Zeitplan):

  • Information der Betreuungstierärzte sowie der schweinehaltenden Betriebe.
  • Information in der Ausgabe des VÖS Magazins (Ende August) 
  • Einholung der Zustimmungserklärungen (laufend möglich!).
  • Nach Vorliegen der Zustimmung erfolgt die Beauftragung der AGES DSR zur Erstellung der Betriebsauswertungen (Oktober/November). Die Betriebsauswertungen werden von der AGES DSR an den TGD als pdf übermittelt.
  • Bereitstellung der Auswertungen durch den TGD an die Betreuungstierärzte im Wege über das TGD-Online.
  • Wir empfehlen die Beurteilung des Antibiotikaeinsatzes mit dem Betreuungstierarzt beim nächsten Betriebsbesuch bzw. der nächsten Betriebserhebung!
  • In Abhängigkeit vom Ergebnis sollte eine allenfalls notwendige Strategie zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes festgelegt werden.

Wir ersuchen alle interessierten Tierhalter, die Zustimmungserklärungen zu unterschreiben und nach Zusendung der Auswertungen diese gemeinsam mit dem Betreuungstierarzt zu beurteilen!

Zustimmungserklärung für Schweinehalter


Weiterbildungen für Tierhalter bis Ende 2019

Für Betriebe gibt es noch zur Erfüllung ihrer Mindest-Weiterbildungsverpflichtung von 4 anerkannten TGD-Stunden in der Periode von 2016-2019 viele Möglichkeiten, an Veranstaltungen je nach Interesse teilzunehmen!

Die LFI-Weiterbildungen finden Sie hier!

Die Grundausbildungen finden Sie hier!

Grundkurs für Teichwirte


Neue TGD-Tarife ab 1. April 2019!

Die Österreichische Tierärztekammer und die Landwirtschaftskammer Österreich vereinbarten ab 1. April 2019 eine neue Tarifordnung. Davon sind sowohl die Betriebs-betreuungsentgelte als auch der Stundentarif betroffen. In Zukunft wird es auch eine automatische Valorisierung (Anpassung) nach einem bestimmten Modell geben. Alles Weitere ersehen Sie aus den hier beigelegten Anhängen!

Tarifvereinbarung 2019

Gegenüberstellung der Vergleichszahlen


Rinderzucht Steiermark: Matthias Bischof folgt ÖR Hans Derler als Obmann!

Mit der Wahl von Matthias Bischof zum Obmann der Rinderzucht Steiermark wird am 29.3.2019 das nächste Kapitel im Buch der Geschichte der Rinderzucht Steiermark und des TGD aufgeschlagen. Der neue Obmann signalisierte, den erfolgreichen Weg im Konsens mit dem TGD weiter führen zu wollen. Der scheidende Obmann ÖR. Derler stellte in seinem Bericht die Organisation und deren Kernaufgaben vor. Die Genossenschaft zählt aktuell 5735 Mitglieder und betreut über 4600 aktive Zuchtherden mit knapp über 69.000 Herdebuch-kühen, aufgeteilt auf 20 verschiedene Rassen. Er verwies auf umfangreiche Funktionärs-tätigkeit und Außendarstellung sowie Vertretung der Interessen der steirischen Rinderzüchter in der TGD-Sektion Rind. Geschäftsführer Ing. Reinhard Pfleger brachte in seinem Bericht eine Übersicht über das umfangreiche Tätigkeitsfeld des Verbandes. In der Zucht konnte der erfolgreiche Weg der letzten Jahre mit der konsequenten Umsetzung der Zuchtprogramme mit Einsatz der modernen Zuchtmethoden wie Genomselektion oder Embryotransfer mit Erfolg weiterbeschritten werden. Im Zuchtfortschritt konnte die gewünschte Balance zwischen Leistung und Fitnessmerkmalen erreicht werden. Historisch war die Ehrung von insgesamt 128 Kühen, die im Berichtsjahr die 100.000 kg Marke überschreiten konnten. Für seine vorbildlich gelebte Partnerschaft zwischen Tierarzt und Landwirt sowie seinen essentiellen Beitrag zum Zuchtprogramm in der Steiermark mit der Durchführung von mittlerweile mehr als 100 ET´s pro Jahr ging der „DI Johann Bischof Preis“ an Dr. Johann Wilhelm aus Anger. Für seine besonderen Verdienste um den TGD wurde ÖR. Johann Derler von den neuen Sektionsvorsitzenden Franz Mairold und Mag. Berthold Grassauer sowie von GF Dr. Karl Bauer mit einem Geschenkkorb und einer Urkunde geehrt. Fotos: RZSTM/Baumann


Homöopathie als Leuchtfeuer in der Tiermedizin!

(v.li: Patz, Ridler, Heistinger, Zitterl-Eglseer, Weiermayer, Friedmann, Bauer und Frühwirth, Foto: ÖTK)

„Komplementärmedizin in Diskussion“ lautete am 1.3.2019 der Titel der TGD-Fachtagung in der Landwirtschaftlichen Fachschule Hatzendorf, wo über den Stellenwert der Komplementärmedizin (dazu gehören u.a. die Homöopathie und die Phytotherapie) referiert und diskutiert wurde. Nach der Begrüßung und Einleitung durch Direktor HR DI Franz Patz stand im Mittelpunkt die Forderung, dass integrative Tier-Behandlungsmethoden ausschließlich in der Hand von akademisch ausgebildeten Tierärzten und Tierärztinnen liegen müssen und die Aus- und Weiterbildung in integrativen Heilmethoden auch an der Universität weiter vorangetrieben wird. Die Tagung wurde erstmals vom Steirischen Tiergesundheitsdienst organisiert, um angesichts der aktuellen Debatte über den Nutzen integrativer Medizin zu diskutieren, wie eine Wissensvermittlung auf Augenhöhe – von Tierärzten für Tierärzte - erfolgen kann. An der Fachtagung in der LFS Hatzendorf, selbst ein Homöopathisches Kompetenzzentrum, nahmen mehr als 30 interessierte Tierärzte und Tierärztinnen teil, um am neuesten Stand der Wissenschaft und Praxis der Integrativmedizin teilhaben zu können. Bei allen Referenten, unter der Federführung von Dr. Petra Weiermayer, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie war klar zu erkennen, dass man der Homöopathie nicht einfach nur vertrauen muss, denn sie stellt tatsächlich evidenzbasierte Medizin dar, was viele nicht wissen, oder wissen wollen. Im Angesicht der zunehmenden Biobetriebe, aber auch der Antibiotika-resistenzen ist es notwendig, die Homöopathie weiter zu fördern und auszubauen, wie dies auch im WHO-Strategiepapier "Traditional Medicine Strategy 2014-2023" gefordert wird. Homöopathie bietet zusätzlich zur konventionellen Medizin eine weitere Möglichkeit in der Tiermedizin an, Entscheidendes zu bewegen. So wie es auch von Tierärztekammerpräsident Mag. Kurt Frühwirth gefordert wird, hatte die ÖTK erst kürzlich in einem Positionspapier gefordert, dass der Einsatz der integrativen Veterinärmedizin als Ergänzung zur Schul-medizin und die Verankerung der Integrativmedizin in der akademischen Ausbildung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien festgeschrieben werden soll. Fachtierarzt für Homöopathie, Mag. Michael Ridler, zeigte anschaulich, wie hilfreich der Einsatz von homöopathischen Arzneimitteln in der Rinderpraxis ist. Selbst das Milchauslaufen beim Trockenstellen der Kühe oder der Streß der Kalbinnen, wo die konventionelle Medizin an ihre Grenzen stößt, können dank homöopathischer Therapie ohne Wartezeiten reduziert werden. Ebenso positive Erfahrungen teilte Schweinespezialistin Dr. Ursula Friedmann den interessierten Zuhörern mit, wobei auch sie betonte, dass ohne klinische Untersuchung und Diagnosestellung kein homöopathisches Arzneimittel eingesetzt werden darf. Fallstricke in der Anwendung von Arzneimittel- und Dispensierrecht in der tierärztlichen Praxis entschlüs-selte Dr. Heinz Heistinger, Vorsitzender der Prüfungskommission zur Hausapotheken-zusatzqualifikation (ÖTK). Neben den Homöopathika ist auch die Phytotherapie eine weitere Behandlungsoption in der Tiergesundheit: Ao. Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. rer. nat. Karin Zitterl-Eglseer von der Veterinärmedizinischen Universität Wien betonte in ihrem Vortrag, dass eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Anwendung von Phytotherapeutika beim lebensmittelliefernden Tier ist notwendig ist. Trotz unberechtigter Zwischenrufe hat sich die Wirksamkeit der Homöopathie längst erwiesen, die Homöopathie hat sich etabliert und ihren berechtigten Platz in der Veterinärmedizin eingenommen – die enge Zusammenarbeit von Universität und Praxis bilden dabei ein bewährtes Fundament und diese muss ausgebaut werden. Und, so stellte Mag. Michael Ridler in seinem Vortrag treffend fest: „Homöopathie ist interessant, herausfordernd, eine evidenzbasierte Heilmethode und eine Möglichkeit die tägliche Routine zu durchbrechen“. Das Fazit des Moderators Dr. Karl Bauer: Es war eine großartige Fachtagung zu einem wichtigen Thema. Evtl. findet im Rahmen der ÖTGD-Tagung in St. Wolfgang am Wolfgangsee vom 11.-13. Oktober eine Fortsetzung zum Thema Homöopathie in der Tiermedizin statt! 

Ein besonderer Dank zum Gelingen der Tagung gebührt den zahlreichen Sponsoren: Dr. Peithner KG, Remedia Homöopathie, VETCBD, Animal Power Vet, Spagyra, der Firma Egger und der LFS Hatzendorf!

Pressetext

Interview

Fleischerzeitung


"Antrittsbesuche" durchgeführt!

Im Anschluss an die Neuwahlen haben Obmann Polz und Obmannstellvertreter VR Dr. Elmer mit GF Dr. Bauer eine Vielzahl von Antrittsbesuche bei Behörden und Ressorts durchgeführt. Die dabei geführten Gespräche betrafen die Förderoptionen, die Arbeitsweisen und Leistungen des TGD und seine zukünftige Ausrichtung. Dabei wurde von allen Seiten die Bedeutung des TGD hervorgehoben und seine Unterstützung betont. Die Gespräche wurden geführt mit dem Veterinärdirektor HR Dr. Wagner, der Abteilungsleiterin der Abteilung 8 für Gesundheit, Frau Mag. Strimitzer-Riedler, der Tierschutzombudsfrau Dr. Fiala-Köck, dem Leiter der Agrarabteilung  (A 10), Mag. Franz Grießer, sowie mit Agrarlandesrat Seitinger und Gesundheitslandesrat Mag. Drexler. Beide Obmänner betonten dabei die Wichtigkeit der Leistungen, da es um Diagnostik, Weiterbildung und Rechtssicherheit geht. Die Prävention von Krankheiten ist dabei besonders wichtig und gelingt nur durch eine gute Zusammen-arbeit von Bauern mit ihre Betreuungstierärzten. Eine Verbesserung des Tierwohls kann nur durch eine hohe Tiergesundheit und Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen erreicht werden. Folglich kommt es dadurch auch zu einer Reduktion des Antibiotikaverbrauchs. Die inhaltlichen Themen werden dazu in den tierspezifischen Sektionssitzungen besprochen und die Anträge an den Vorstand aufbereitet. Die aktuelle Liste der Verantwortungsträger im TGD finden Sie in der Leiste "Verein" (Fotos: TGD).



Schweinetagung am Retzhof zu PRRS und ASP!

Am 7.12 fand am Retzhof eine Schweinetagung statt, die aufgrund ihrer Aktualität sehr interessant war und von vielen Interessierten besucht wurde. Dr. Andrea Brücker und Dr. Birgit Dastig berichteten über den erstmaligen Ausbruch des aggressiven PRRS-Stammes in der Steiermark und dessen Aufarbeitung, die vom TGD unterstützt wurde. Dabei betonten sie die Wichtigkeit eines koordinierten Vorgehens und der fachlichen Absprachen. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde von zwei hochkarätigen Referenten vorgestellt: Dr. Nikolaus Kriz von der EFSA berichtete einerseits von seinem Tätigkeitsbereich und stellte seine Aufgaben im Zusammenhang mit Risikobewertungen und Koordination zur Verhinderung der Ausbreitung der ASP innerhalb der EU vor. LVD HR Dr. Peter Wagner ergänzte mit den Vorsorgemaßnahmen in der Steiermark bzw. in Österreich und den damit zusammenhängenden Vorbereitungen, falls es zu einem Ausbruch kommen sollte. Eine lebhafte Diskussion zeigte von der Betroffenheit und den unterschiedlichen Herangehensweisen bei diesen Krankheiten, die beide zu großen wirtschaftlichen Schäden führen können (Fotos: Bauer).

"Zur Ausbreitung der ASP gibt es zwei Zugänge: Über die Wildschweine breitet sich die Krankheit nur mit ca. 10 km pro Jahr aus, im Auto mit ca. 100 km pro Stunde!" Nikolaus KRIZ, EFSA 


Im November 2018 wurden von der Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz die Handbücher zur Selbstevaluierung neu aufgelegt. Damit werden auch die zuletzt durchgeführten rechtlichen Anpassungen umgesetzt und stehen allen Interessierten zur Verfügung. Parallel dazu wurde auch der TGD-Vortrag zum Tierschutz neu überarbeitet!


Christian Polz ist neuer Obmann!

Am 30.10. 2018 fand die diesjährige Generalversammlung am Steiermarkhof statt, bei der Christian Polz einstimmig zum neuen Obmann gewählt wurde. Christian Polz ist Ferkeler-zeuger in Frauental und Obmann der Bezirkslanwirtschaftskammer in Deutschlandsberg. Polz bedanke sich bei Kowald für die 17-jährige Tätigkeit zum Wohle der steirischen Bauern und ihrer Tiere. Damit geht auch die langjährige Ära von ÖR Josef Kowald zu Ende, der seit der konstituierenden Sitzung des TGD am 12.9. 2001 Obmann des TGD Steiermark war. Damals wurden die tierartspezifischen Sparten in den Steirischen Tiergesundheitsdienst übergeführt. Die Gründe dazu ergaben sich einerseits aus dem aktuellen Schweineskandal und auch aus den Förderungen für österreichweit akkordierte Gesundheitsprogramme. Dazu kamen die rechtlichen Anpassungen, die sich direkt aus dem TAKG ergaben und in der TGD-VO und TGD-Kontroll-VO ergaben. Obmann Kowald führte den TGD mit Umsicht und Weitblick, wobei ihm als Ziele das Vertrauen der Betreuungstierärzte und Tierhalter, die Sicherheit der Lebensmittel tierischer Herkunft und die Einbindung der Politik und Öffentlichkeit wesentlich waren. Dafür wurde ihm von der Landesstelle Steiermark der Tierärztekammer als höchste Ehrung der "Steirische Franziskus" verliehen, die Landwirtschaftskammer und die Verbände dankten ihm mit Geschenken. Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft und der Überreichung einer Urkunde wurden diese außergewöhnlichen Leistungen von Obmann ÖR Kowald auch vom TGD gewürdigt! (Foto: Bauer)


Neue Antibiotika-Leitlinie veröffentlicht!

Mit Ende September 2018 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMASGK) die bereits bestehende Antibiotika-Leitlinie neu überarbeitet und veröffentlicht.

Die Leitlinie finden Sie hier!

 

 


Die Rindergrippezeit ist wieder im Kommen!

Im Herbst kommt auch wieder die Zeit der Rindergrippe und damit die Zeit hoher Kosten und Verluste bei einem Ausbruch in ihrem Betrieb. Der TGD bietet eine Reihe von Maßnahmen an, Krankheiten und Todesfälle zu verhindern und damit zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes beizutragen. Am Wichtigsten ist es, allgemeine Hygiene- und Biosicherheitsvorkehrungen einzuhalten und die allgemeinen Abwehrkräfte der Tiere zu erhöhen. Zusätzlich bietet sich auch die Impfung an, die zweimal zu erfolgen hat und vom TGD mit 100.- je Betrieb und Jahr unterstützt wird. Wenn Tiere gehandelt werden sollten, ist es notwendig, den Transport schonend zu gestalten und den Stress gering zu halten.

Einen genauen Impfplan finden sie hier!

Einen ausführlichen Fachartikel vom 26.8.2019 finden sie hier!


2. Antibiotika-Symposium in der Steiermark!

Am 11.4.2018 fand das nun bereits 2. Symposium zum Antibiotika-Einsatz und -Resistenzen unter Moderation von Obmann ÖR Kowald und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste am Steiermarkhof statt. Dabei betonte Gesundheits-Landes-rat Drexler die Wich-tigkeit eines ständigen interdisziplinären Austauschs. Trotz intensiver Beschäftigung und der Erarbeitung von Fakten sollte es auch zu Umsetzungen kommen, die von praktischer Bedeutung sind. Agrar-Landesrat Seitinger setzt im TGD auf Vertrauen, Sicherheit und Transparenz sowohl in der Produktion als auch im Qualitätsanspruch bis hin zum Konsumenten. In unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft müssen viele Glieder ineinandergreifen und optimiert werden, um erfolgreich zu sein. In den Impulsreferaten betonte Frau Univ.-Prof. Dr. Grisold die international unterschiedlichen Hygiene- und Krankheitsrisiken in Verbindung zum Antibiotikaverbrauch, der in Österreich eher gering ist. Univ.-Prof. HR Dr. Köfer stellte dazu neueste weltweite Berechnungen und eigene Daten zum Einsatz von Antibiotika in Österreich vor. Präsident VR Dr. Obritzhauser ging in seinem Vortrag auf die Ergebnisse eines Projektes bei Milchkühen ein (ADDA) und betonte den Einsatz von kritischen Antibiotika bei Klauen- und Eutererkrankungen. In der unmittelbar anschließenden ersten Interviewrunde erklärten der praktische Arzt Dr. Sponner und der Betreuungstierart Dr. Schafzahl ihre Positionen. Nach der Präsentation der Aufgaben und Leistungen des TGD durch GF Dr. Bauer sprach Dr. Meister, Vizepräsident der Steirischen Ärztekammer, zum Thema „multiresistente Bakterien“ aus der Sicht der Klinik für Interne Medizin der Meduni Graz und nahm zu den aktuellen Entwicklungen Stellung. LK-Präsident Titschenbacher führte eine Standortbestimmung durch, betonte die Verantwortung und die Notwendigkeit in der Zusammenarbeit und von Weiterentwicklungen. Er plädierte für einen Antibiotika-Einsatz nur dort, wo es derzeit keine Alternativen gibt. ÖR Gruber (EZG Steir. Rind) und ÖR Tauschmann (EO Styriabrid) betrachteten die Gesundheitssituation jeweils aus ihren tierartlichen Blickwinkeln. Zusammenfassend wurde Folgendes festgestellt:

1. Neues Wissen muss auch in die Praxis Eingang finden.

2. Die Transparenz muss vom Hof über den Schlachthof bis zu den Konsumenten sichergestellt werden.

3. Die Konsumenten sollen über die Anwendung von Antibiotika vermehrt informiert werden.

4. Ziel soll es sein, alle Tierhalter in den TGD einzubinden.

5. Der TGD soll sich eher als „Brandverhüter statt Feuerlöscher“ verstehen.

Insgesamt war dieses Thema von großer Aktualität, da viele Grundlagen in der Steiermark mit Unterstützung des TGD erforscht und an einen breiten Interessentenkreis vermittelt wurden.                                                                                                             KB

Foto: List (v. li.: Sponner, Elmer, Reisecker, Kowald, Köfer, Grisold, Meister, Bauer, Obritzhauser und  Titschenbacher).

Pressetext Kühbeck 

Artikel Kronen-Zeitung


Erfolgreicher Abschluss der Seminarreihe "Bestandsbetreuung!"

Am 14.2. fand in Übelbach die Abschluss-Veranstal-tung der auf 4 Jahre befristeten Seminar-reihe „Tierärztliche Bestandsbetreuung beim Rind“ in Kooperation mit der Klinik für Bestandsbe-treuung (Prof. Marc Drillich) statt, die aus Mitteln des TGD zu 50% kofinanziert wurde. Themen waren aktuelle Informationen über die laufenden Projekte zu Fruchtbar-keit, Herdenmanage-ment, Kälbergesund-heit, -grippe und Anti-biotikaeinsatz, die direkt von den zuständigen Forscher_innen vorgestellt wurden. Die Grundlagen der Bestandsbetreuung orientieren sich an einem ganzheitlichen Ansatz auf Betriebsebene, wo auch ökonomische Kriterien in strukturierte Arbeits- und Entscheidungs-findungsprozesse einbezogen werden. Erste Erkenntnisse kommen aus der Mikrobiom-forschung, die einen vertieften Einblick in die biologischen Abläufe und Pathomechanismen ermöglicht. ES geht nicht nur um Ursachenforschung, sondern um die Nutzung moderner diagnostischer Angebote zur Beurteilung des Risikos, das zu einer Erkrankung führt. Danach kann ein selektives Therapiekonzept zum Erfolg führen. Neue Informationen werden in Zukunft auch aus dem „Precision Livestock Farming“ erwartet, wo Sensoren elektronische Rohdaten liefern, die aufbereitet, analysiert und eine neue Definition von „Tiergesundheit“ ermöglichen werden. Wichtige Kriterien bei erhöhtem Automationsgrad werden die Betreuungszeit je Tier sowie Sachkompetenz und Kostenfaktoren am Betrieb sein. Die Qualität der Systeme wird so gut sein, wie es der dahinterliegende Algorithmus zulassen wird. Die Kälbergesundheit wurde anhand von eigenen Untersuchungen und einer bundesweiten Umfrage am Beispiel des Kälberdurchfalls vorgestellt. Dabei nahm die Testung der Kolostrumqualität eine wichtige Rolle ein, die mit dem (elektronischen) Brix-Refraktometer am besten gelingt. Davon wurden im Vorjahr vom TGD über 250 Stück an Tierhalter ausgeliefert. Anwenderorientierte Beiträge zum Einsatz von Antibiotika samt ihren Wirkungsmechanis-men und Resistenzverhalten wurden vorgestellt und die Rindergrippe als aktuelle Faktorenkrankheit behandelt. Insgesamt kann die Seminarreihe aus fachlicher Sicht über vier Jahre positiv bilanzieren und würde eine Fortsetzung benötigen. Die 2-tägigen Workshops mit praktischen Teilen in Beständen wurden mit der Almenlandpraxis Passail organisiert und formten über die Jahre ein überregionales Team von interessierten Tierärzt_innen, die von der Klinik für Bestandsbetreuung gut geschult wurden. Die praktische Umsetzung wird derzeit auch geprägt von überregionalen, professionellen Betreuungsalternativen bedingt durch noch vorherrschende Versorgungs- und Akzeptanzmängel vor Ort. Dies wird verbunden mit Arzneimittelabgaben und Durchführung von Routinetätigkeiten bzw. Programmen, die auch die lokalen Betreuungstierärzt_innen leisten könnten, wenn sie die Angebote des TGD intensiver nutzen und vermehrt auf systematische Bestandsbetreuung setzen würden.                                                                                                        KB 



    Der neue Link zur aktuellen, amtlichen Tierseuchensituation in der Steiermark:

    Einen aktuellen Überblick zur Entwicklung von Geflügelpest, Lumpy skin disease, Blauzungenkrankheit, usw. erhalten Sie über den Zugang www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/126534820/DE/


    AKTUELL: Afrikanische Schweinepest in Belgien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien ausgebrochen!

    Am 24.4. wurde von Ungarn ein Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein bekanntgegeben, aktuelle Ausbrüche betreffen auch Rumänien und Bulgarien! - Näheres unter:

    https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/asp_allg.html!

    Empfehlungen zur Freilandhaltung von Schweinen

    Hier finden sie ein Video der EFSA zur Afrikanischen Schweinepest!


    Antibiotikaresistenzen - Erste Tagung in Graz!

    Die Verhinderung der Zunahme von Antibiotikaresistenzen ist eine gemeinsame Heraus-forderung für die Veterinär- und Humanmedizin. Zu diesem Thema trafen sich erstmals auf Initiative des Tiergesundheitsdienstes die Mitglieder von Ärztekammer, Landwirtschafts-kammer, Tierärztekammer und dem Land Steiermark zu einem Abendsymposium am 28. März in Graz. Ziel war es, die jeweiligen Positionen und aktuellen fachlichen Entwicklungen darzustellen. Nur durch eine konzertierte Vorgehensweise aller Stakeholder kann es in Zukunft gelingen, die damit verbundenen Risiken für Mensch und Tier zu minimieren!        KB

    Vortrag Priv. Doz. Dr. Burkhard Springer

    Vortrag HR Univ. Prof. Dr. Josef Köfer

    Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Robert Krause

    Vortrag von VR Dr. Walter Obritzhauser

    Statement von VR Dr. Walter Obritzhauser

    Presseinformation zur Tagung

    Hier finden Sie die Bilder der Vortragenden (Fotos: Bauer, Schiffer):


    Förderung landwirtschaftlicher Investitionen

    "Eine Frage der Haltung!"

    In der neuen EU-Förderperiode wurde der Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung neu geregelt und ein Auswahlverfahren festgelegt, das auf die Erreichung einer entsprechenden Punkteanzahl abzielt. Darunter findet sich erstmals ein Kriterium für die Mitgliedschaft beim TGD mit der Möglichkeit, an österreichweiten Gesundheitsprogrammen teilzunehmen.

    Die Beilage zur Maßnahme 04 mit der Tabelle zu den Auswahlkriterien finden Sie hier!

    Nach Rücksprache ist bei Beantragung der gültige TGD-Teilnahmevertrag und die letzte Rechnung als aktueller Nachweis ausreichend. Ein Abruf oder die Nachfrage  zum tagesaktuellen Stand der Mitgliedschaft ist in der Geschäftsstelle in Ausnahmefällen durch die Förderstelle möglich! 


    Erstes E-Learning-Programm und Checklisten des TGD zum Thema "Biosicherheit!"

    Ab sofort bietet Ihnen der TGD in Zusammenarbeit mit dem Bildungspartner LFI ein E-Learning-Programm zum Thema "Biosicherheit" an. Dabei geht es um die Einhaltung hygienischer Voraussetzungen am Betrieb zur Verhinderung eines Krankheitsausbruches, die derzeit für viele Betriebe von aktueller Bedeutung sind.

    NEU: Für Berater und Betreuungstierärzte wird ein kostenloser Zugang angeboten, die Kosten für die Tierhalter übernimmt der TGD! Gerade durch die Prävention von Risikofaktoren kann ein Tierbestand am sichersten gesund erhalten werden!

    NEU: Zur freiwilligen Selbstevaluierung finden Sie die tierartenspezifische Checkliste unter der jeweiligen Tierart!

    NEU: Für Betreuungstierärzte besteht die Möglichkeit, an fachbezogenen Webinaren (Link: E-Learning!) teilzunehmen und die Kosten vom TGD rückerstattet zu bekommen, wenn die Teilnahmebestätigung und die Rechnung der Geschäftsstelle vorgelegt werden.

    NEU: Die beiden TGD-Webinare mit Dr. Ulrich Herzog  vom BMG werden als beispielhaft für beide Berufsgruppen empfohlen und die Teilnahmekosten vom TGD rückerstattet!

    NEU: Hier geht's zum Online-Fragebogen!

    Näheres zum E-Learning-Kurs finden Sie unter diesem Link!

    Hier finden Sie ein Videoscribe zum Thema "Paratuberkulose im Rinderbestand"

    Hier finden Sie ein Video zur PRRS-Ferkelimpfung!

    Der Biocheck-Test Schwein kann hier durchgeführt werden!


    Weiterbildungen für Betreuungstierärzte 2019

    Das Bild zeigt die Teilnehmer der Wieder-käuertagung vom 9.11.2016 in Übelbach:

     

     

     

     

     

     

    Hier können Sie ein Webinar zu Datenbereitstellungs- und Auswertungs-möglichkeiten für Tierärzte gratis absolvieren. Dieses ist auch als Einstieg für den RDV4vet empfehlenswert! Den Zugang finden Sie hier!

    Hier können Sie ein Video zur Bestandsbetreuung beim Rind sehen und ein Webinar buchen!

    Am 16.11.2018 fand im Austria-Center der Antibiotikatag statt. Die Dokumentationen finden sie auf der Website der AGES-Akademie! 

    Am 6. November findet die bereits traditionelle, gemeinsame Tagung von ÖBG und TGD in Mürzhofen statt!

    Die Einladung finden Sie hier!

    AVISO: Die traditionelle Schweinetagung am Retzhof findet am Mittwoch, 27.11. ab 18 Uhr statt! - Einladung folgt!


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