Antibiotikasymposium 2021 mit neuem Teilnahmerekord!

Das diesjährige Antibiotikasymposium fand mitten in der Covid-Viruspandemie online statt!

Höchstes Risiko für Afrikanische Schweinepest!

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine sehr gefährliche Infektionskrankheit für Schweine, von der Österreich fast schon umzingelt ist. Die Gefahren eines Krankheitseintrags ergeben sich aus der Verbreitung von infizierten Rohfleischresten, der Jagd und durch Wildschweine. Aus diesem Grund ist die strikte Einhaltung aller Hygiene -und Biosicherheitsregeln der wichtigste Beitrag, um deren Ausbreitung nach Österreich zu verhindern. Das Gesundheitsministerium stellt dazu viele interessante Informationen zur Verfügung, der TGD unterstützt dies mit eigenen Veranstaltungen und Schwerpunkten!

Link zur Website des Gesundheitsministeriums

Schweinegesundheit bleibt im Fokus!

„Hot spots der Schweinegesundheit“ wurde das erste Mal virtuell gestreamt und hatte über 200 Teilnehmer!

Weiterbildungen für Betreuungstierärzte 2021

Das Bild zeigt die Referenten der Wieder-käuertagung vom 6.11.2019 in Mürzhofen:

Hier können Sie ein Webinar zu Datenbereitstellungs- und Auswertungs-möglichkeiten für Tierärzte gratis absolvieren. Dieses ist auch als Einstieg für den RDV4vet empfehlenswert! Den Zugang finden Sie hier!

Hier können Sie ein Video zur Bestandsbetreuung beim Rind sehen und ein Webinar buchen!

Hier werden geplante Veranstaltungen für Betreuungstierärzte im Jahr 2021 veröffentlicht (derzeit ist keine Veranstaltung geplant)!

Alle Veranstaltungen werden derzeit aufgrund der COVID-Pandemie unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen geplant.

Die endgültige Durchführung hängt von den örtlichen und zeitlichen Umständen ab! Wir sind jedoch bemüht, gerade in diesen Zeiten die Weiterbildung zu forcieren und sie Ihnen mit neuen Techniken trotzdem zu ermöglichen!

Gelungenes TGD-Netzwerktreffen!

Am 30.7.2020 fand im bewährten Rahmen das diesjährige Netzwerktreffen des TGD statt, zu dem Obmann Polz ein Reihe von Partnern und Gästen eingeladen hat. Beim ausführlichen Gedankenaustausch wurden eine Reihe aktueller Fragen angesprochen, Entwicklungen dargestellt und Lösungswege gesucht. Im gemütlichen Umfeld des Buschenschanks Pichler-Schober fand dieser Nachmittag bei intensiven Diskussionen und guter Verpflegung seinen passenden Ausklang! (Foto: Bauer)

Antrittsbesuch bei Herrn Landesrat Seitinger!

Am Rosenmontag dem 24. Februar stellte sich der TGD-Vorstand beim nun wieder dafür zuständigen Landesrat Seitinger vor. Dabei wurden auch aktuelle Fragen der Struktur-anpassung, der PRRS beim Schwein sowie das ABR-Symposium am 25.3. und die künftige Öffentlichkeitsarbeit besprochen. Ein wichtige Frage war auch die zukünftige Finanzierung des TGD aus öffentlichen Mitteln. LR Seitinger war über die geballten Informationen erfreut und hat sich bereiterklärt, die zukünftige Entwicklung des TGD aktiv mitzutragen, da es um Tiergesundheit, Tierschutz und Lebensmittelsicherheit für uns Alle geht! 

(Bild v.re.: Mag. Hofbauer, Obmann Polz, ObmStv. VR Dr. Elmer, LR Seitinger, VR Dr. Obritzhauser, GF Dr. Bauer)

Homöopathie als Leuchtfeuer in der Tiermedizin!

„Komplementärmedizin in Diskussion“ lautete am 1.3.2019 der Titel der TGD-Fachtagung in der Landwirtschaftlichen Fachschule Hatzendorf, wo über den Stellenwert der Komplementärmedizin (dazu gehören u.a. die Homöopathie und die Phytotherapie) referiert und diskutiert wurde. Nach der Begrüßung und Einleitung durch Direktor HR DI Franz Patz stand im Mittelpunkt die Forderung, dass integrative Tier-Behandlungsmethoden ausschließlich in der Hand von akademisch ausgebildeten Tierärzten und Tierärztinnen liegen müssen und die Aus- und Weiterbildung in integrativen Heilmethoden auch an der Universität weiter vorangetrieben wird. Die Tagung wurde erstmals vom Steirischen Tiergesundheitsdienst organisiert, um angesichts der aktuellen Debatte über den Nutzen integrativer Medizin zu diskutieren, wie eine Wissensvermittlung auf Augenhöhe – von Tierärzten für Tierärzte – erfolgen kann. An der Fachtagung in der LFS Hatzendorf, selbst ein Homöopathisches Kompetenzzentrum, nahmen mehr als 30 interessierte Tierärzte und Tierärztinnen teil, um am neuesten Stand der Wissenschaft und Praxis der Integrativmedizin teilhaben zu können.

Bei allen Referenten, unter der Federführung von Dr. Petra Weiermayer, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie war klar zu erkennen, dass man der Homöopathie nicht einfach nur vertrauen muss, denn sie stellt tatsächlich evidenzbasierte Medizin dar, was viele nicht wissen, oder wissen wollen. Im Angesicht der zunehmenden Biobetriebe, aber auch der Antibiotika-resistenzen ist es notwendig, die Homöopathie weiter zu fördern und auszubauen, wie dies auch im WHO-Strategiepapier „Traditional Medicine Strategy 2014-2023“ gefordert wird. Homöopathie bietet zusätzlich zur konventionellen Medizin eine weitere Möglichkeit in der Tiermedizin an, Entscheidendes zu bewegen. So wie es auch von Tierärztekammerpräsident Mag. Kurt Frühwirth gefordert wird, hatte die ÖTK erst kürzlich in einem Positionspapier gefordert, dass der Einsatz der integrativen Veterinärmedizin als Ergänzung zur Schul-medizin und die Verankerung der Integrativmedizin in der akademischen Ausbildung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien festgeschrieben werden soll. Fachtierarzt für Homöopathie, Mag. Michael Ridler, zeigte anschaulich, wie hilfreich der Einsatz von homöopathischen Arzneimitteln in der Rinderpraxis ist. Selbst das Milchauslaufen beim Trockenstellen der Kühe oder der Streß der Kalbinnen, wo die konventionelle Medizin an ihre Grenzen stößt, können dank homöopathischer Therapie ohne Wartezeiten reduziert werden. Ebenso positive Erfahrungen teilte Schweinespezialistin Dr. Ursula Friedmann den interessierten Zuhörern mit, wobei auch sie betonte, dass ohne klinische Untersuchung und Diagnosestellung kein homöopathisches Arzneimittel eingesetzt werden darf. Fallstricke in der Anwendung von Arzneimittel- und Dispensierrecht in der tierärztlichen Praxis entschlüs-selte Dr. Heinz Heistinger, Vorsitzender der Prüfungskommission zur Hausapotheken-zusatzqualifikation (ÖTK). Neben den Homöopathika ist auch die Phytotherapie eine weitere Behandlungsoption in der Tiergesundheit: Ao. Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. rer. nat. Karin Zitterl-Eglseer von der Veterinärmedizinischen Universität Wien betonte in ihrem Vortrag, dass eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Anwendung von Phytotherapeutika beim lebensmittelliefernden Tier ist notwendig ist. Trotz unberechtigter Zwischenrufe hat sich die Wirksamkeit der Homöopathie längst erwiesen, die Homöopathie hat sich etabliert und ihren berechtigten Platz in der Veterinärmedizin eingenommen – die enge Zusammenarbeit von Universität und Praxis bilden dabei ein bewährtes Fundament und diese muss ausgebaut werden. Und, so stellte Mag. Michael Ridler in seinem Vortrag treffend fest: „Homöopathie ist interessant, herausfordernd, eine evidenzbasierte Heilmethode und eine Möglichkeit die tägliche Routine zu durchbrechen“. Das Fazit des Moderators Dr. Karl Bauer: Es war eine großartige Fachtagung zu einem wichtigen Thema. Evtl. findet im Rahmen der ÖTGD-Tagung in St. Wolfgang am Wolfgangsee vom 11.-13. Oktober eine Fortsetzung zum Thema Homöopathie in der Tiermedizin statt! 

Ein besonderer Dank zum Gelingen der Tagung gebührt den zahlreichen Sponsoren: Dr. Peithner KG, Remedia Homöopathie, VETCBD, Animal Power Vet, Spagyra, der Firma Egger und der LFS Hatzendorf!

Christian Polz ist neuer Obmann!

Am 30.10. 2018 fand die diesjährige Generalversammlung am Steiermarkhof statt, bei der Christian Polz einstimmig zum neuen Obmann gewählt wurde. Christian Polz ist Ferkelerzeuger in Frauental und Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer in Deutschlandsberg. Polz bedanke sich bei Kowald für die 17-jährige Tätigkeit zum Wohle der steirischen Bauern und ihrer Tiere. Damit geht auch die langjährige Ära von ÖR Josef Kowald zu Ende, der seit der konstituierenden Sitzung des TGD am 12.9. 2001 Obmann des TGD Steiermark war. Damals wurden die tierartspezifischen Sparten in den Steirischen Tiergesundheitsdienst übergeführt. Die Gründe dazu ergaben sich einerseits aus dem aktuellen Schweineskandal und auch aus den Förderungen für österreichweit akkordierte Gesundheitsprogramme. Dazu kamen die rechtlichen Anpassungen, die sich direkt aus dem TAKG ergaben und in der TGD-VO und TGD-Kontroll-VO ergaben.

Obmann Kowald führte den TGD mit Umsicht und Weitblick, wobei ihm als Ziele das Vertrauen der Betreuungstierärzte und Tierhalter, die Sicherheit der Lebensmittel tierischer Herkunft und die Einbindung der Politik und Öffentlichkeit wesentlich waren. Dafür wurde ihm von der Landesstelle Steiermark der Tierärztekammer als höchste Ehrung der „Steirische Franziskus“ verliehen, die Landwirtschaftskammer und die Verbände dankten ihm mit Geschenken. Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft und der Überreichung einer Urkunde wurden diese außergewöhnlichen Leistungen von Obmann ÖR Kowald auch vom TGD gewürdigt! (Foto: Bauer)

Abortusuntersuchungen bei Rinder, Schafen und Ziegen sind möglich!

In einer Vorstandssitzung hat der TGD die Durchführungsmodalitäten für die Abortusuntersuchungen beschlossen. Nun kann jeder Betreuungstierarzt die diagnostischen Möglichkeiten am letzten Stande der Technik ausschöpfen und die Betriebe auf freiwilliger Basis bei ihrer Problemlösung unterstützen. Dazu haben wir eigene TGD-Einsendeboxen für Organe über die BHs verteilt und in Zusammenarbeit mit der AGES und MEDLOG die logistischen Voraussetzungen geschaffen. Auch die Abgeltung des Aufwandes der Betreuungstierärzte ist geregelt und wird vom TGD übernommen, sodaß den Betrieben keinerlei Kosten entstehen!

Untersuchungsantrag AGES

Frachtbrief MEDLOG

Abrechnungsformular

Merkblatt

Allgemeine Informationen

2. Antibiotika-Symposium in der Steiermark!

Am 11.4.2018 fand das nun bereits 2. Symposium zum Antibiotika-Einsatz und -Resistenzen unter Moderation von Obmann ÖR Kowald und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste am Steiermarkhof statt. Dabei betonte Gesundheits-Landes-rat Drexler die Wich-tigkeit eines ständigen interdisziplinären Austauschs. Trotz intensiver Beschäftigung und der Erarbeitung von Fakten sollte es auch zu Umsetzungen kommen, die von praktischer Bedeutung sind. Agrar-Landesrat Seitinger setzt im TGD auf Vertrauen, Sicherheit und Transparenz sowohl in der Produktion als auch im Qualitätsanspruch bis hin zum Konsumenten. In unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft müssen viele Glieder ineinandergreifen und optimiert werden, um erfolgreich zu sein. In den Impulsreferaten betonte Frau Univ.-Prof. Dr. Grisold die international unterschiedlichen Hygiene- und Krankheitsrisiken in Verbindung zum Antibiotikaverbrauch, der in Österreich eher gering ist. Univ.-Prof. HR Dr. Köfer stellte dazu neueste weltweite Berechnungen und eigene Daten zum Einsatz von Antibiotika in Österreich vor. Präsident VR Dr. Obritzhauser ging in seinem Vortrag auf die Ergebnisse eines Projektes bei Milchkühen ein (ADDA) und betonte den Einsatz von kritischen Antibiotika bei Klauen- und Eutererkrankungen. In der unmittelbar anschließenden ersten Interviewrunde erklärten der praktische Arzt Dr. Sponner und der Betreuungstierart Dr. Schafzahl ihre Positionen.

Nach der Präsentation der Aufgaben und Leistungen des TGD durch GF Dr. Bauer sprach Dr. Meister, Vizepräsident der Steirischen Ärztekammer, zum Thema „multiresistente Bakterien“ aus der Sicht der Klinik für Interne Medizin der Meduni Graz und nahm zu den aktuellen Entwicklungen Stellung. LK-Präsident Titschenbacher führte eine Standortbestimmung durch, betonte die Verantwortung und die Notwendigkeit in der Zusammenarbeit und von Weiterentwicklungen. Er plädierte für einen Antibiotika-Einsatz nur dort, wo es derzeit keine Alternativen gibt. ÖR Gruber (EZG Steir. Rind) und ÖR Tauschmann (EO Styriabrid) betrachteten die Gesundheitssituation jeweils aus ihren tierartlichen Blickwinkeln. Zusammenfassend wurde Folgendes festgestellt:

1. Neues Wissen muss auch in die Praxis Eingang finden.

2. Die Transparenz muss vom Hof über den Schlachthof bis zu den Konsumenten sichergestellt werden.

3. Die Konsumenten sollen über die Anwendung von Antibiotika vermehrt informiert werden.

4. Ziel soll es sein, alle Tierhalter in den TGD einzubinden.

5. Der TGD soll sich eher als „Brandverhüter statt Feuerlöscher“ verstehen.

Insgesamt war dieses Thema von großer Aktualität, da viele Grundlagen in der Steiermark mit Unterstützung des TGD erforscht und an einen breiten Interessentenkreis vermittelt wurden.                                                                                                             KB

Foto: List (v. li.: Sponner, Elmer, Reisecker, Kowald, Köfer, Grisold, Meister, Bauer, Obritzhauser und  Titschenbacher).